Maritime Medizin

Prof. Dr. Andreas Koch

Auf See und unter Wasser sind Körper und Geist des Menschen einer Reihe von physiologischen und psychologischen Herausforderungen ausgesetzt, die sich aus der maritimen Umgebung ergeben.
An Bord eines Schiffes kann neben anderen klimatischen und reisemedizinischen Faktoren auch die Seekrankheit zu einem erheblichen Gesundheitsproblem werden.
Im offenen Wasser und insbesondere beim Berufs- oder Sporttauchen wird der Mensch zusätzlich durch vielfältige Veränderungen der physikalischen Umgebungsbedingungen belastet, die einen erheblichen Einfluss auf die menschliche Physiologie haben.
Veränderungen der Partialdrücke der Atemgase während des Tauchens können einen erheblichen Einfluss auf physiologische Prozesse haben, bis hin zu toxischen Wirkungen von Gasen, die unter Normalbedingungen harmlos sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf Hyperoxie, Hyperkapnie und den narkotischen Wirkungen von Stickstoff.
Darüber hinaus können Dunkelheit, Kälte und extreme Umgebungsbedingungen die Psyche des Tauchers stark beeinträchtigen und somit möglicherweise zu Fehlreaktionen in einer Notsituation führen.
Die maritime Medizin befasst sich sowohl mit den physiologischen als auch mit den psychologischen Fragen, die sich aus den oben genannten Themen ergeben.

Prof. Dr. Andreas Koch

Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT)

Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT), die ihren historischen Ursprung in der Tauchmedizin hat, hat sich mittlerweile zu einer multidisziplinären Behandlungsoption in einer Reihe von medizinischen Fachgebieten entwickelt, in denen die Anwendung von reinem Sauerstoff unter Überdruck aufgrund der physikalischen und/oder biochemischen Eigenschaften eines extrem hohen pO₂-Wertes im Gewebe positive klinische Effekte hervorruft.

Da die komplexen Auswirkungen der hyperbaren Hyperoxie derzeit noch nicht vollständig verstanden sind, besteht in diesem Bereich Bedarf an sowohl Grundlagenforschung als auch klinischer Forschung.

Die Sektion für Meeresmedizin konzentriert sich derzeit vor allem auf die Erforschung der zellulären Grundlagen und entzündungsmodulierenden Wirkungen der hyperbaren Sauerstofftherapie, auf spezielle Aspekte der Tauchphysiologie sowie auf Fragen der Seekrankheit:

Unsere Arbeit konzentriert sich auf die translationale Forschung und trägt dazu bei, den klinischen Einsatz der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT) über Tauchunfälle und Kohlenmonoxidvergiftungen hinaus auszuweiten. Von besonderem Interesse ist dabei die immunologische Reaktion auf die HBOT, die zu immunmodulatorischen Effekten auf die T- und B-Zell-Kompartimente führt.


  • Annals of the Rheumatic Diseases

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    Decreased endothelin receptor A autoantibody levels are associated with early ischaemic events in patients with giant-cell arteritis.

    Klapa S, Müller A, Koch A, Heidecke H, Kähler W, Junker J, Schinke S, Riemekasten G, Lamprecht P

  • Free Radical Research

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    Effect of hyperoxia on the immune status of oxygen divers and endurance athletes

    Tillmans F, Sharghi R, Noy T, Kähler W, Klapa S, Sartisohn S, Sebens S, Koch A

  • PraxisMagazin

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    Tanzen – ein gesunder Präventionssport

    Koch A, Kähler W, Klapa S

  • PraxisMagazin

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    See- und Reisekrankheit – Altbekannt und doch immer noch aktuell.

    Koch A, Sartisohn S, Grams B, Kähler W, Klapa S

  • DruckPunkt

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    Tauchen und Hypertonie

    Koch A, Weisser B