Beschreibung der Forschungsarbeit
Der Arbeitsbereich ist interdisziplinär ausgerichtet, da zur Bearbeitung der vielfältigen ethischen Herausforderungen Sachkenntnisse aus unterschiedlichen Bereichen und fachliche Kompetenzen unterschiedlicher Disziplinen nötig sind.
Neben der Beschäftigung mit den klassischen Themen der klinischen Ethik, beispielsweise Herausforderungen der Reproduktionsmedizin, am Lebensende oder der Transplantationsmedizin, stehen aktuell Fragen der Forschungsethik im Vordergrund, wobei es beispielsweise um einen angemessenen Umgang mit Forschungsdaten geht. Darüber hinaus stehen Themen in soziokultureller bzw. gesellschaftspolitischer Perspektive, wie die Behandlung chronischer Erkrankungen oder eine gerechte und nachhaltig ausgerichtete Gesundheitsversorgung im Zentrum unseres Interesses.
Beratung
Beratungsservice Forschungsethik
Wer eine Biomaterialsammlung plant oder mit klinischen Proben forschen möchte, benötigt das Votum der zuständigen Ethik-Kommission. Wesentlicher Bestandteil eines Ethikantrages sind die Aufklärungs- und Einwilligungsdokumente für Patientinnen und Patienten, Probandinnen und Probanden sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für die Erstellung dieser Dokumente zur Einreichung bei der Ethikkommission bietet das Biobanken-Netzwerk P2N der Medizinischen Fakultät der CAU einen Beratungsservice Forschungsethik an, der ärztliche und wissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen in Hinblick auf die ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte bei ihrem Antrag berät. Dieses Angebot hilft, den Aufwand bei der Beantragung und Begutachtung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie für die Ethikkommission zu verringern und ist damit ein ergänzender Baustein zur Steigerung der Effizienz in der medizinischen Forschung an der CAU.
Als unterstützendes Material wurde eine generische modulare Aufklärung und Einwilligungserklärung für Patientinnen und Patienten sowie Probandinnen und Probanden erarbeitet, die sich an dem aktuellen Mustertext des Arbeitskreises Medizinischer Ethikkommissionen in Deutschland (AKEK) orientiert. Dieses generische Musterdokument hat bereits ein zustimmendes Votum der Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der CAU erhalten und eröffnet die Möglichkeiten eines broad consent zur Verwendung von Biomaterialien und zugehörigen medizinischen Daten für aktuelle und zukünftige Forschungsprojekte.
Studien und Forschungsprojekte sowie Biobanken, die für die Nutzung von Daten und Biomaterial einen broad consent anstreben, haben die Möglichkeit, das oben genannte Dokument unter Anpassung weniger studienspezifischer Aspekte zu verwenden.
Dr. Gesine Richter
Klinische Ethikberatung
Das Institut organisiert die klinisch-ethische Beratung im UKSH und ist für alle Mitarbeiter, Patienten und ihre Angehörigen erreichbar:
- Tel.-Nr. 0173/5232164
- E-Mail: kek.kiel@uksh.de
Konsile oder Fallbesprechungen auf der Station können hierüber kurzfristig vereinbart werden.
Mit Verabschiedung der Geschäftsordnung im September 2017 konnte das klinische Ethikkomitee (KEK) am Campus Kiel seine Arbeit aufnehmen. Das Ethikkomitee des UKSH, Campus Kiel, dient als unabhängiges Gremium der Beratung, Orientierung und Information in medizinethischen klinischen Fragen. Es versteht sich als ein Forum für kontroverse moralische Entscheidungsfindungen und bietet die Chance, anstehende oder bereits getroffene Entscheidungen interdisziplinär und interprofessionell ethisch zu reflektieren und aufzuarbeiten.
Das Klinische Ethikkomitee ist NICHT für Fragen der Beratung bei Forschungsprojekten, Medikamentenstudien etc. zuständig. Die Zuständigkeit für forschungsethische und -rechtliche Belange liegt bei der Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen direkt an die Ethik-Kommission.
Kurs „Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin“
Inhalt
In der Ärztlichen Approbationsordnung, die 2002 vom Bundesrat verabschiedet wurde, wird die „Vermittlung der geistigen, historischen und ethischen Grundlagen ärztlichen Verhaltens“ als Kernbereich des Medizinstudiums festgelegt (§1, 1ÄAppO).
Mit der Vorlesung „Geschichte, Theorie und Ethik in der Medizin“ möchten wir Ihnen ein Verständnis historischer Zusammenhänge sowie theoretischer und normativer Grundlagen, die für die Medizin als Wissenschaft und als Praxis bedeutsam sind, vermitteln.
In der Vorlesung werden wir einige Fragen behandeln, die sich auf ganz konkrete und oft schwierige Entscheidungssituationen, die sich in der klinischen Praxis ergeben können und ihnen vielleicht auch schon begegnet sind, beziehen. Andere Fragen sind auf den ersten Blick eher theoretischer Natur, betreffen aber letztlich ebenfalls das ärztliche Handeln.
Organisatorisches
- Wir freuen uns sehr, dass die Lehre im Wintersemester 2026-27 durchgeführt werden kann.
- Die Vorlesungen finden immer Mittwochs in der Zeit 13:15 – 14:45 Uhr im Hörsaal der Pathologie statt.
- Student:innen der Psychologie, die diese Vorlesung als Wahlpflichtfach belegen, sowie Master-Studierende der Lehrimporte können in diesem Semester leider nicht betreut werden.
- Die Klausur besteht aus 20 MC-Fragen. Sie haben bestanden, wenn Sie 11 davon richtig beantwortet haben. Beim Nicht-Bestehen besteht die Möglichkeit die Klausur im Folgesemester zu wiederholen.
- Die Seminareinheiten werden in 3 Blockeinheiten (á 120 Minuten) stattfinden und werden von sehr erfahrenen Dozent:innen durchgeführt, die Sie jeweils fallbasiert in ethische Fragestellungen aus ihrer beruflichen Tätigkeit einführen werden. Die Teilnahme ist zur Erlangung des Scheines verpflichtend. Da nicht alle Studierende dieselben Seminare besuchen, sind die Inhalte nicht klausurrelevant. Bitte schreiben Sie sich im OpenOlat in 3 Seminare ein.
- Die Termine und Themen für Vorlesungen und Seminare finden Sie in OPEN OLAT.
- Wir sind daran interessiert unsere Lehre zu verbessern und benötigen dafür Ihr Feedback. Gerne können Sie uns im Verlauf des Semesters konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Vorlesung und der Seminare über folgende E-Mail-Adresse zukommen lassen: medizinethik@iem.uni.kiel.de
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
Gruppenleitung
Lehrstuhl aktuell nicht besetzt
Team
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Gabriele Eilenberger
Assistenz+49 431 500-30331
-

Dr. rer. medic. Gesine Richter
wiss. Mitarbeiter*in+49 431 500-30303
-

Susanne Hiekel
wiss. Mitarbeiter*in
Informationen über Dr. rer. medic. Gesine Richter
Gesine Richter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Experimentelle Medizin, hat einen Dr. rer. medic, einen Magistra Artium (MA) in Politiologie und einen MBA in Hochschul- und Wissenschaftsmanagement.
Ihre Forschungsschwerpunkte beziehen sich auf die ethischen, juristischen und sozialen Aspekte medizinischer Biomaterial- und Datensammlungen in Biobanken. Ihr Fokus liegt dabei auf den Einwilligungsformen zur Sekundärnutzung medizinischer Daten zu Forschungszwecken. Hierzu berät sie zudem die Biobanken des UKSH, Campus Kiel. Darüber hinaus berät sie Wissenschaftler an der Medizinischen Fakultät Kiel zu forschungsethischen Fragen.
Weitere aktuelle Forschungsschwerpunkte sind die Akzeptanz und Ausgestaltung der Datenspende zur Nutzung von Daten aus unterschiedlichen Quellen für medizinische Forschung, sowie die Einwilligung von Kindern und Jugendlichen in eine breite Datensammlung und –nutzung zu Forschungszwecken.
Informationen über Susanne Hiekel
Susanne Hiekel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Experimentelle Medizin, Arbeitsbereich Medizinethik.
Ihr Forschungsschwerpunkt ist im Exzellenzcluster DFG EXC „Gutes Leben mit Präzisionsmedizin“ verankert.

